Was ist das personale Substrat einer juristischen Person?

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts kann sich eine juristische Person (also z.B. ein Verein oder ein Unternehmen) auf Grundrechte berufen, soweit diese auf sie anwendbar sind.

Darüber hinaus wird jedoch auch ein sogenanntes personales Substrat dieser juristischen Person gefordert. Das bedeutet, dass hinter der Person auch „echte Menschen“ stehen müssen, also bspw. Vereinsmitglieder oder Aktionäre. Ganz konsequent durchgehalten wird diese Lehre vom personalen Substrat aber nicht: Denn bspw. Stiftungen sind eine reine unpersönliche Vermögensmasse und trotzdem billigt das BVerfG ihnen Grundrechte zu.

Andererseits schlagen persönliche Interesse in beliebigen Personenvereinigung durch, sodass diesen Grundrechtsfähigkeit zugestanden wird. Wannimmer sich also Personen zu irgendwelchen Vereinigungen zusammenfinden, führt das personale Substrat hinter dieser Vereinigung dazu, dass auch diese Vereinigung grundrechtsfähig ist.

Wo steht die Wissenschaftsfreiheit im Grundgesetz?

Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes sagt dazu:

Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Damit wird also die Wissenschaft in all ihren Facetten geschützt, einschließlich der Gewinnung neuer Erkenntnisse (Forschung) und der Vermittlung von Wissen an andere (Lehre). Wissenschaft ist die ernsthafte und planmäßige Erforschung der Wahrheit.

Wo steht die Kunstfreiheit im Grundgesetz?

Die Kunst ist in Art. 5 Abs. 3 GG genannt:

Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

Auf die Kunstfreiheit kann sich dabei jeder berufen, man muss nicht als Künstler anerkannt sein oder seinen Lebensunterhalt aus der Kunst bestreiten. Der Kunstbegriff ist grundsätzlich offen: Praktisch jede Form der Darstellung, die vom Betrachter interpretiert werden kann, ist Kunst.