Wo steht das Verbot willkürlicher Verhaftung im Grundgesetz?

Art. 104 Abs. 1 Satz 1 GG sagt:

Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden.

Damit handelt es sich um eine Zusatzbestimmung zur Freiheit der Person (Art. 2 Abs. 2 GG), der Schutzbereich wird gewissermaßen verdoppelt. Die Abs. 2 bis 4 beinhalten Verfahrensvorschriften und Richtervorbehalte, die dazu führen, dass Verhaftungen strengeren Regeln unterliegen als andere Freiheitsbeschränkungen. Damit sollte wohl in erster Linie eine deutliche Abkehr vom NS-System dokumentiert werden, in dem Menschen praktisch beliebig in Haft genommen konnten.

Wo steht das Recht auf Leben im Grundgesetz?

Art. 2 Abs. 2 Satz 1 nennt das Leben neben der körperlichen Unversehrtheit:

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Das Recht auf Leben wurde als Reaktion auf den Holocaust ausdrücklich ins Grundgesetz aufgenommen, auch wenn sich ein solches Recht eigentlich von selbst versteht.