Wo steht das Verbot willkürlicher Verhaftung im Grundgesetz?

Art. 104 Abs. 1 Satz 1 GG sagt:

Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden.

Damit handelt es sich um eine Zusatzbestimmung zur Freiheit der Person (Art. 2 Abs. 2 GG), der Schutzbereich wird gewissermaßen verdoppelt. Die Abs. 2 bis 4 beinhalten Verfahrensvorschriften und Richtervorbehalte, die dazu führen, dass Verhaftungen strengeren Regeln unterliegen als andere Freiheitsbeschränkungen. Damit sollte wohl in erster Linie eine deutliche Abkehr vom NS-System dokumentiert werden, in dem Menschen praktisch beliebig in Haft genommen konnten.

Wo steht die Unverletzlichkeit der Wohnung im Grundgesetz?

Art. 13 Abs. 1 GG sagt sehr klar und nüchtern:

Die Wohnung ist unverletzlich.

Die Absätze 2 bis 7 lassen dann zahlreiche Eingriffe in diese Unverletzlichkeit zu, die allerdings stets an gewisse Voraussetzungen und meist auch an bestimmte Formalien (z.B. Richtervorbehalt bei Hausdurchsuchungen) gebunden sind.