Brauche ich einen Anwalt für eine Verfassungsbeschwerde?

Nur in der mündlichen Verhandlung, § 22 Abs. 1 Satz 1, zweiter Halbsatz BVerfGG. Man kann also durchaus die Beschwerde selbst formulieren und einreichen; nur steigt dann erfahrungsgemäß die Gefahr, dass die Beschwerde (ohne mündliche Verhandlung) als offensichtlich unbegründet verworfen wird (§ 24 Satz 1 BVerfGG).

Außer einem Anwalt kann man auch noch einen „Rechtslehrer an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz, der die Befähigung zum Richteramt besitzt,“ engagieren.