Wo steht das Verbot einer Doppelbestrafung im Grundgesetz?

Artikel 103 Absatz 3 des Grundgesetzes führt hierzu aus:

Niemand darf wegen derselben Tat auf Grund der allgemeinen Strafgesetze mehrmals bestraft werden.

Durch diese Vorschrift, auch als „ne bis in idem“ (nicht zweimal in der gleichen Sache) bezeichnet, wird die Rechtssicherheit eines Urteils gewährleistet. Der Grundsatz bezieht sich auch auf das Ordnungswidrigkeitenrecht, nicht jedoch auf das Disziplinar- und Berufsrecht. Auch ein einmal erfolgter Freispruch (der ja gerade keine Bestrafung ist) schützt vor weiterer Strafverfolgung, sofern nicht ein Wiederaufnahmegrund (§ 362 StPO) vorliegt.